Durch Island wandern in 14 Tagestouren | Nordwesten

Wintertour-Schwierigkeit III
Beschreibung

Diese spezielle Tour in den isländischen Nordwesten werden Sie in keinem Reisekatalog finden. Sie ist die Essenz zahlreicher Touren in diesem Gebiet und wird Ihnen intensive Erlebnisse bieten, die tiefe Erinnerungsspuren hinterlassen.

Zwei Wochen werden wir mit Geländewagen und Wanderschuhen den einsamen Nordwesten Islands in einen Gruppe mit max. acht Teilnehmern/innen entdecken und eine großartige Natur erleben. Tief eingeschnittene Fjorde, schroffe Berghänge, riesige Vogelkolonien, gigantische Wasserfälle, einsame Strände und üppige Vegetation bilden das reizvolle Kaleidoskop unserer abwechslungsreichen Tour.

Wanderungen und Exkursionen führen uns u.a. zu einsamen Fjorden, Buchten, verlassenen Fischersiedlungen und in eine beeindruckende Lavahöhle. Lassen Sie sich diesen besonderen Part der Nordmeerinsel von einem Landeskenner, der bereits mehr als 25 Jahre Island erkundet hat, zeigen. Wir übernachten in „handverlesenen“, kleinen Farmgästehäusern mit sehr persönlicher Atmosphäre sowie in schön gelegenen Hostels und 1x Hütte in oft traumhafter Lage. In der Regel sind es gemütliche Zwei- bis Mehrbett-Zimmer mit Einzel-, Doppel- und/oder Hochbetten, einfache Ausstattung, Schlafsackunterkünfte, in ihrer Lage alternativlos, bestehen sie aus mehreren Schlafräumen und einer Küche, sowie einem Bad/Dusche.

Reise in Zusammenarbeit mit Kooperationspartner.

Anreise

Flug nach Keflavik ab/bis Frankfurt/M, Berlin, Hamburg, München (Andere Flüghäfen auf Anfrage)

Die detaillierten Anreiseinformationen, Treffpunkt am Flughafen usw. schicken wir Ihnen mit den Buchungsunterlagen zu.

Ablauf

1.Tag:

Flug nach Keflavik. Ankunft Spätabends und Übernachtung in einer Unterkunft auf der Halbinsel Reykjanes in der Nähe von Keflavik. Velkommin auf Island! (- / – / -)

2. / 3. Tag:

Unsere Fahrt geht über Reykjavik entlang der Esja und über Borganes, immer Richtung Norden. Wir besteigen den 100m hohen Lavaringwallkrater  Eldborg – leuchtend rot erhebt er sich aus einer üppigen Vegetation. Dann besuchen wir eine der berühmtesten Mineralquellen Islands, die Ölkelda, was übersetzt „Bierquelle“ heißt. Diese enthält einen tausendmal höheren Anteil an Mineralien, als normales Trinkwasser und ihr werden besondere Heilkräfte zugesprochen. An zahlreichen Wasserfällen vorbei erreichen wir das kleine Fischerdorf Arnastapi auf der Snaefellshalbinsel, die 2001 zum Nationalpark erklärt wurde. Auf bizarren Basaltsäulen und an zerklüfteten Klippen nisten hier unzählige Seevögel. Von unserem Gästehaus aus ist es möglich – entsprechendes Wetter vorausgesetzt – den Stratovulkan „Snaefellsjökull“, den Jules Verne in seiner „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ als Einstieg gewählt hat, zu besteigen. Alternativ bietet sich eine reizvolle Wanderung, der zerklüfteten Küstenlinie folgend, in die winzige Ansiedlung Hellnar an. (F / M / A)

4. Tag:

Wir umrunden die Halbinsel weiter, wobei wir immer wieder Stopps zum Fotografieren und für kleine Wanderungen an der malerischen Küste einlegen. Das Gehöft Bjarnahöfn bietet uns die Möglichkeit, bei einer Führung mit anschließender Kostprobe zu erfahren, wie der Haukarl, ein traditioneller isländischer „Leckerbissen“, hergestellt wird. Wir erreichen schließlich den Hafenort Grundarfjördur, an der Nordküste der Halbinsel Snaefellsnes, der den Berg Kirkjufell (Kirchenberg) als markantes Wahrzeichen führt. Eine abendliche Wanderung um den Kirkjufell rundet den Tag ab. (F / M / A)

5. Tag:

Von Stykkisholmur, wo wir die „Libary of water“ ein interessantes Kunstwerk der Amerikanerin Roni Horn bestaunen können, bringt uns die Fähre „Baldur“, mit kurzem Zwischenstopp auf der Insel Flatey, die eine von 2700 kleinen Inseln in dem großen Breidafjord ist, nach Brjanslaekur. Nach etwa dreistündiger Überfahrt befinden wir uns auf der Nordwest-Halbinsel, welche der dünn besiedelste Teil Islands ist – nur ganze 3% der Bevölkerung leben hier. In der als Nationalmonument ausgewiesene Schlucht Surtarbrandgil befinden sich eingelagerte Braunkohleschichten, die 14 Mio. Jahr alte Fossilien, u.a. Blattabdrücke vom Mammutbaum, Ahorn und Magnolie, aufweisen. Übernachten werden wir in einem Gästehaus in Flókalundur. (F / M / A)

6. / 7.Tag:

In dem direkt am Meer gelegenen kleinen Schwimmbad von Birkimelur können wir ein warmes Bad nehmen, bevor wir weiterfahren zum bemerkenswerten Heimatmuseum von Hnjótur. In der idyllischen großen Sandbucht von Breidavik und am westlichsten Punkt Islands und damit auch Europas, in unmittelbarer Nähe zu unserem Gästehaus, befindet sich die 14 km lange und bis zu 440 m hohe Felswand von Látrabjarg. Grönland liegt weniger als 300 km entfernt. Die Felsen der Steilküste beherbergen riesige Kolonien von Papageitauchern, Tordalken, Lummen und Eissturmvögel. Ausgiebig können wir uns auf Wanderungen der Vogelbeobachtung oder dem Erkunden des fast menschenleeren Gebietes widmen. (F / M / A)

8. Tag:

Entlang grandioser, tief in die schroffen Berge eingeschnittener Fjorde, über den Fischerhafen Patreksfjördur und den Pass Hálfdan gelangen wir in den Hafenort Bíldudalur. Ein interessanter Abstecher in das Selárdalur zeigt uns grandiose Felsformationen und das Lebenswerk des „Künstlers mit dem Kinderherzen“ – Samúel Jónson. Am Sudurfirdir lädt das von natürlichen, heißen Quellen gespeiste Schwimmbad zum Entspannen ein. Entlang an einsamen Fjorden und über hohe Berge kommen wir zu dem 100 m hohen Wasserfall Dynjandi, der gleichmäßig wie ein Brautschleier über eine Basaltkante fällt. Östlich glänzen die weißen Firnfelder des ca. 900 m hohen Gláma-Plateaus. (F / M / A)

9. / 10. Tag:

Der Berg Sandfell bietet uns eine großartige Aussicht auf Thingeyri, den Fjord und das offene Meer. Die Straße steigt steil an zum Bergpass Gemlufjallsheidi, führt danach hinab in den Önundarfjordur nach Flateyri, wo wir eine Wanderung unternehmen können und erreicht schließlich das Zentrum der Westfjorde – Ísafjördur, welches unterhalb der über 700 m steil aufragenden Felswand des Eyrarfjall liegt und hufeisenförmig angeordnet ist. In der ehemaligen Fischereistation von Ósvör steht eine orginalgetreu aufgebaute Fischerhütte, durch die der alte Fischer Geir die Besucher in traditioneller, mit Fischöl imprägnierter Fischerkleidung aus Schafshaut, führt. Unsere Unterkunft ist in einem gemütlichen und einsam gelegenen Gästehaus, welches im Korpudalur am Önundarfjördur und zu Füssen des markanten Berges Hestur steht. (F / M / A)

11. / 12. / 13. Tag:

Sieben Fjorde werden wir umrunden immer entlang des Ísafjardardjúp, der die Westfjorde in die nördliche Dranga- und die südliche Gláma-Halbinsel trennt. In Richtung Nordosten thront weithin sichtbar der nördlichste Gletscher Islands, der Drangajökull. Ständig öffnen sich uns neue Blickwinkel: So sehen wir auf die bis in den Sommer hinein schneebedeckten Berge des Snaefjallaströnd, die grünen, im Sommer blumenreichen Inseln in den Fjorden und auf die schroffen Berge der Steilküste. Treibholz, bis aus Sibirien hierher getrieben, bedeckt großflächig die Küstenstreifen, Seehunde und Robben sonnen sich auf Felsen. Über eine Passstraße durch die Steingrimsfjardaheidi erreichen wir den Bjarnarfjord, der die Heimat des berühmten Zauberers Svanur aus der Njáls Saga war und kommen schließlich am Abend zu der gemütlichen Hütte am Nordurfjördur, die uns beherbergen wird.

Am Reykjafjord liegt das ehemalige Fischerörtchen Djupavik, wo nur eine handvoll Menschen das ganze Jahr über leben. Das vor sich hin rostende Wrack eines Heringsfängers erinnert an einst bessere Zeiten.In der alten Fischfabrik befindet sich ein interessantes Museum zu der Geschichte des Heringfangs. Wir werden von unserer netten Unterkunft spannende Exkursionen und Wanderungen unternehmen. Abendliches Bäder in dem (fast) am Ende der Welt gelegenen heißen Pool „Krossneslaug“ mit Blick auf den Nordatlantik sind Erlebnisse der besonderen Art. (F / M / A)

14. / 15. Tag:

Wir umrunden den Bjarnarfjardarháls und folgen einer grünen, schären- und inselreichen Küste. Wir passieren dabei den kleinen Ort, genannt Dragsnes. Sein Name geht auf einen Felsen zurück, wo der Legende nach eine Trollfrau, die bei ihrem Vorhaben, einen Graben zwischen den Westfjorden und dem Rest von Island schaufeln wollte, von der Sonne überrascht wurde und zu Stein erstarrte. Über Holmavík geht es in Richtung Süden und wir verlassen damit den Nordwesten. Wir wechseln ins Tal der Hvitá und kommen zu dem vielleicht schönstem Wasserfall des Landes, die Hraunfossar, die Lavawasserfälle. Hinter dem Wasserfall steigt die Straße an und führt zum Húsafellsskógur, dem größten Birkenwald im Westland, wo auch der Ort unserer Übernachtung sein wird. Ein schöner Platz, um unsere Tour angenehm ausklingen zu lassen.

In rauer Lavalandschaft, in dem 45 km langen Lavastrom Hallmundarhraun, der vor etwa 1200 Jahren aus den Kratern am Nordwestrand des Langjökull floss, liegen, etwa 10 km von unserer Unterkunft entfernt, die größten Lavahöhlen Islands, die wir mit Taschenlampen erkunden werden. Die 1950 m lange und 5 m hohe Surtshellir, ist wohl die berühmteste dieser Höhlen, wurde schon in den Sagas erwähnt und beeindruckt durch aus geschmolzener Lava entstandene, glasierte Wände und Eis- und Tropfsteinformationen. Am südlichen Ende des Lavafeldes liegt die Eishöhle Íshellir. Zu Stalagmiten und Stalaktiten geformt umgeben mächtige Eisgebilde den dunklen Gang. Vor etwa tausend Jahren sollen diese Höhlen bereits Geächteten als Unterschlupf gedient haben. Alternativ bietet sich eine abenteuerliche Wanderung zum höchsten Wasserfall Islands, dem Glýmur an. Über die Hochlandpiste der Kaldidalur geht es am Gletscher des Langjökull und dem markanten Schildvulkans Skaldbreidur vorbei, in den Nationalpark von Thingvellir, der auch gern als das älteste Parlament der Erde bezeichnet wird. Wir fahren über die nördlichste Hauptstadt der Erde nach Reykjavik und weiter zum Airport nach Keflavik von wo der Rückflug nach Deutschland startet. (F / M / A)

HINWEIS:

Der Routenverlauf kann sich durch lokale Gegebenheiten, wie Klimaverhältnisse, behördliche Verfügungen, Flugplanänderungen, Streckenzustände oder organisatorische Belange ändern, ebenso, entsprechend den Wünschen und Neigungen der Reiseteilnehmer/innen, nach Absprache. Diese Änderungen bleiben ausdrücklich vorbehalten und schließen eine Haftung des Veranstalters aus. F = Frühstück / L = Mittagslunch / A = Abendessen (warm)

Anforderungen
  • Technisch einfache Tageswanderungen (fakultativ) mit leichtem Tagesgepäck
  • Kondition für 4-5 Stunden Gehzeit

 

Teilnehmerzahl: mind. 6, max 8 Personen

Leistungen
  • Flüge ab/bis Frankfurt/M, Berlin, Hamburg, München (Andere Flüghäfen auf Anfrage)
  • Geführte Touren durch qualifizierte deutsche Reiseleitung
  • Alle Transfers, Rundfahrt auf Island (Geländeminibus)
  • 1 x Schiffspassage
  • 14 x Vollverpflegung (Frühstück, Mittag-und Abendessen) zzgl. aller nichtalkoholischen Getränke, Zubereitung der Hauptmahlzeit durch Reiseleitung
  • 14 x Übernachtung in ausgesuchten Gästehäusern / 2-3 Bettzimmer (Kein EZ möglich).