Nordschweden – ein Traumziel für Winterliebhaber

Mehr als die Hälfte des Jahres ist Nordschweden in weiß gekleidet. Schon im Oktober fallen die ersten Schneeflocken und bieten Winterliebhabern eine eingeschneite Landschaft bis in den April hinein. Ich persönlich wurde im Dezember 2020 vom Arctic-Mountain-Team und einer herrlichen weißen Landschaft begrüßt.

Ich bin Leon und darf zum ersten Mal als Guide den Winter in Nordschweden erleben. Als Wintersportler bin ich begeistert über die vielen Möglichkeiten, mich in dieser herrlichen Natur draußen zu betätigen.

Mit Sicherheit findet hier jeder seine Lieblingsbeschäftigung: Wenn die Seen zugefroren sind, sieht man Erwachsene und Kinder mit Schlittschuhen herumlaufen und nicht selten auch ein familiäres kleines Eishockeyspiel. Bei ausreichender Eisdicke besteht sogar die Möglichkeit auf der Ostsee zu laufen. Präparierte Eisstraßen auf dem Meer laden die Bewohner ein, ihren Spaziergang auf eine komplett andere Art und Weise zu erleben. Aber aufpassen, Stöcke im Eis auf kleinen Seen zeigen an, dass dort ein Eisangelloch gebohrt wurde. Denn auch Angelfreunde nutzen das zugefrorene Eis, um in geselliger Runde ihr Glück beim Eisangeln zu versuchen. Wer würde sich nicht über einen frisch gefangenen Barsch am Abend freuen.

Für Wintersportler, die am liebsten mit zwei Brettern unter den Füßen unterwegs sind, ist auch gesorgt. Zahlreiche Skigebiete bieten ein besonderes Erlebnis mit präparierten Skipisten oder mit kilometerlangen Loipen durch die weiße Landschaft. Und wenn man seine eigene Ausrüstung nicht mitnehmen kann, ist dies kein Problem. Meist gibt es Verleihe direkt im Skigebiet oder spätestens im Ort nebenan.

Nun aber zu denjenigen, die den unberührten Schnee und vor allem die unberührte Wildnis erleben wollen: Auch ihr seid in Nordschweden am richtigen Ort. Von Tagesausflügen in die Umgebung bis zu mehrwöchigen Touren im Gebirge machen Reiseanbieter euren Urlaub zu einem unvergesslichen Erlebnis. Unterwegs mit dem Hundeschlitten, mit Skiern oder mit Schneeschuhen kann man die weiße Landschaft durchstreifen und den Arbeitsalltag komplett vergessen.

Bemerkenswert und vor allem einzigartig sind die mehrtägigen Touren, bei denen man von Hütte zu Hütte zieht und eins mit der menschenleeren Natur wird. Jeden Morgen wacht man in einer neuen Umgebung auf, stärkt sich mit einem guten Frühstück und bereitet sich dann auf ein neues Abenteuer vor.

Mit Schneeschuhen und beladener „Pulka“ überquert man zugefrorene Seen, durchquert weiße Wälder und hält Ausschau nach Rentieren und Elchen. Müde und zufrieden wird am frühen Abend das Lager in einer Holzhütte in der Natur aufgeschlagen. Es wird über dem Ofen gekocht, gemeinsam gespeist und bevor es ins Bett geht, wird noch einmal ein letzter Blick in den sternreichen Himmel geworfen. Mit etwas Glück sieht man dann Nordlichter am Himmel tanzen.

 

Überzeugt euch gerne selbst vom nordschwedischen Winter und den herrlichen Möglichkeiten, die er bereit hält.

Autor: Leon

Über den Autor

Michl
Michl
in den 80er und 90er Jahren war er auf den höchsten Bergen der Welt unterwegs. Seit 20 Jahren mit Ski, Schneeschuhen, Boot und zu Fuß auf Tour im Norden.

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